Graphic Recording - Remote statt Corona

Remote Graphic Recording

*** Dieser Artikel, die Telko und auch ihr Graphic Recording sind weder rechtsverbindlich noch erheben sie Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr sind sie nach dem besten Wissen und Informationsstand erstellt (Stand 28. März 2020). ***
Wer sich für das Thema ALGII für Selbstständige interessiert wird weiter unten fündig.

Was bleibt alles anders?

Eine seltsame Zeit... Ich wünsche uns allen, dass wir gut durchkommen und am Ende nicht nur heil wieder raus, sondern auch gut wieder rein ins Leben und Arbeiten kommen. Sicher anders,... vielleicht sogar ein wenig weiser und wertschätzender...

Graphic Recordings, Trainings und Workshops sind charakteristische Beispiele, wie ich mit chartflipper die Menschen vor Ort abgeholt und visuell in ihrer Zusammenarbeit unterstützt habe.
Mit den Präsenzveranstaltungen sind auch erst mal alle klassischen Aufträge  dieser Art verschoben und teilweise auch ganz abgesagt worden. Wann so etwas wieder ratsam ist, weiß niemand genau einzuschätzen. Was also tun?
Eine Antwort sind sicherlich die vielen elektronischen Telkos und Webinare, die gerade in alle Homeoffices strömen, die uns aber auch privat, liebe Menschen in unsere Wohnzimmer holen. Graphic Facilitation und Graphic Recording bei Telkos sind sicher anders, aber nicht weniger hilfreich. Vielleicht braucht es diese als Strukturgeber dort sogar noch nötiger als in der Offlinewelt.

Wirkt auch bei Telkos: elektronisches Graphic Recording

Diese Woche bin ich dem VGSD beigetreten. Als "bunter Hund" unter den Selbstständigen fühle ich mich dort gut aufgehoben und informiert. Dort gab und gibt es mehrere Experten-Telkos zum Thema "Wie komm ich als Selbstständiger durch die Corona-Krise?". Ich hab eine davon genutzt, um das Graphic Recording einer Telko zu testen und diese Möglichkeit auch etwas bekannter zu machen. Elektronisch war ich ja schon bei vielen Vorträgen und Konferenzen dabei. Dabei alleine gibt es ja bereits viele Unterschiede zum Graphic Recorden auf Papier/Foamboard. Nachdem das "Dabeisein" vor Ort nun aber erst mal nicht mehr so angesagt sein wird, gilt es die Routine auch in dieser Disziplin zu bekommen und auszubauen. Ich freu mich, dass es richtig gut funktioniert hat und halte hier mal die Ergebnisse fest:

Vor und Nachteile des zugeschalteten Graphic Recordings

+ Trotz Virtualität gibt es anschließend ein "anfassbares" Ergebnis der Telko/Videokonferenz.
+  Das Graphic Recording steht sofort als Bilddatei zur Weitergabe und zum Posten/Teilen zur Verfügung.
+  Ergänzungen und anschließende Weiterarbeit (auch mit Einzelteilen) der Ergebnisse ist möglich. 


o  Der räumliche Aspekt des "hier ist die Bühne und dort entsteht das Recording" ist anders zu regeln.

Darauf ist gerade auch "in den Pausen" zu achten, in denen es auch virtuelle Räume geben sollte, in denen man sich "um das entstehende Graphic Recording herum" versammeln kann und es zum Anlass für Austausch und Diskussion nutzen kann.


-  das unmittelbare "taktile Miterleben" des Recording-Prozesses fehlt ein wenig...

   ...leider ist das ja momentan aber "gerade der Witz bei der Sache"...

Das ist bei Remote Graphic Recordings zu beachten

  • Präsenz ohne Ablenkung: Gibt es auch Folien, die eingeblendet werden, dann sollte das Recording in den Hintergrund treten. Gerne darf erkennbar bleiben, wie es sich aufbaut und an welcher Stelle gerade gearbeitet wird, es sollte aber der Fokus auf dem Vortragenden und dessen Folien liegen. Das ruhigere Gesamtbild ist der aktuellen Arbeitsansich (mit Zoomen und Drehen) unbedingt vorzuziehen.
  • Auflösung und Detailgrad abstimmen, so dass später sowohl die Zooms, als auch das Gesamtposter gut lesbar und strukturiert sind.
  • Bei nachträglicher Überarbeitung muss die Grundstruktur erkennbar erhalten bleiben...

Erkenntnisse aus der Telko

Da ein Graphic Recording ein gefiltertes Stichwortprotokoll darstellt, hab ich die - aus meiner Sicht - wichtigsten Punkte und Aussagen der Telko hier auch nochmal schriftlich zusammengefasst.

  • Noch im März formlos beantragen: Für alle, die bereits für den März ALGII beantragen wollen
  • Das geht zunächst auch ohne den genauen Zeitpunkt zu nennen, ab dem Hilfe benötigt wird.

  • Um die Selbstständigen, die unter den abgesagten Veranstaltungen und dem Lockdown leiden, zu unterstützen, können diese im Bedarfsfall auch Hilfe für den privaten Lebensunterhalt beantragen.
  • Dies läuft über die Grundsicherung, also ALGII - dafür gibt es bereits die Infrastruktur, dadurch ist eine schnelle Bearbeitung möglich.
  • Anders als beim klassischen ALGII soll die Miete ohne Prüfung komplett übernommen werden.
  • Ob auch private Krankenkassenbeiträge vollumfänglich übernommen werden, klärt sich gerade noch.
  • So lange kein "erhebliches Vermögen" vorliegt, soll auch dieses nicht miteinberechnet werden. (Genaue Definition von "erheblich" klärt sich ebenfalls erst noch.)
Das Video der Telko und weitere Infos und Termine findet Ihr auf der Website des VGSD.