Zeit Für eine Pause

Sprechpausen - Das macht die kurzen Unterbrechungen so wertvoll

 

Wenn es um Pausen geht, gibt es bei einer Präsentation viele Abnehmer und nur einen Lieferanten. Dieser "Versorgungsengpass" wird vom Präsentator oft unterschätzt. Hier einige Tipps zum bewussteren Nutzen und "Liefern" von Pausen.

 

Die Hauptabnehmer von Pausen sind die Zuhörer. Aber auch als Präsentator kannst Du sie gut für Deine Zwecke nutzen.


Luft holen für Fortgeschrittene - Bei Präsentationen bewusst Sprechpausen setzen
Auch kurze Sprechpausen können vom großem Nutzen sein... 

Dafür nutzen Zuhörer die Sprechpausen:

  • neue Informationen sacken lassen
  • Informationen mit Vorwissen abgleichen
  • eventuelle Unklarheiten formulieren/in Fragen fassen
  • erste Ideen für die Nutzung des neugewonnen Wissens sammeln

All diese Prozesse können bei den Leuten im Publikum schon in wenigen Sekunden ab- bzw. anlaufen. Voraussetzung dafür ist aber eben, dass sie nicht gleichzeitig zuhören müssen.

 

Bevor sich also das halbe Auditorium irgendwann mitten währen Deiner Präsentation selbst eine Pause gönnt, ganz abschalten und erst einmal gar nicht mehr zuhört:

 

Setze bewusst, kurze Sprech-, Denk- und Atempausen!

 

Als Präsentator kannst Du diese Sprechpausen ebenfalls sehr gut nutzen...

  • zum Strukturieren Deiner Gedankenabschnitte
  • zum Luftholen zwischen den Sätzen
  • zum geistigen Sammeln vor der nächsten Einheit
  • zum Wiederfinden des "roten Fadens"
  • beim Umdrehen zur Projektionsfläche und wieder zurück
  • beim Anschreiben/Markieren/Unterstreichen auf der Präsentationsfläche

Wie lange dauert "kurz"?

Während sie Dir als Präsentator oft wie eine Ewigkeit vorkommen, sind Deine Sprechpausen für den Zuhörer kurzweilig und höchst willkommen – klar, denn für ihn ist die Präsentation noch neu.

 

Sprechpausen von 2 bis 3 Sekunden sind also kein Problem. Selbst wenn Du dabei nur vorne stehst und luftholst. Sie werden vom Publikum gar nicht bewusst als solche wahrgenommen. Wie gesagt: Deine Zuhörer sind ja noch mit dem "Nachklingen" des gerade Gesagten beschäftigt.

Geschieht sonst noch etwas vorne auf der "Bühne", kommt selbst nach 10 Sekunden keine Unruhe auf - schließlich gibt es ja etwas zu sehen.

Probe mit Kamera und Stoppuhr

 

Was in der Theorie so einleuchtend klingt, fühlt sich während des Präsentierens oft ganz anders an. Da werden dann aus gefühltem Zeitmangel oft Pausen ganz weggelassen, Charts im Eiltempo durchgeklickt und das Sprechtempo erhöht. Abhilfe schafft der ein oder andere Probedurchgang zuhause. Ob vor dem Spiegel, oder mit Blick aus dem Fenster - Hauptsache eine Uhr mit Sekundenanzeige steht bereit.

Für die Wirkung der Sprechpausen auf die Zuhörer ist es hilfreich, einen oder zwei dieser Spezies (z.B. gute Freunde) bei einem der Probedurchgänge dabei zu haben. Ist dies nicht möglich, hilft ein Durchgang mit Kamera (z.B. Handy/Digitalkamera mit Videofunktion).

Wie geht Ihr mit Sprechpausen um?

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